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13. September 2026

Piotr Beczała zwischen Konzertsaal und Verdi-Bühne

Piotr Beczała beginnt den Herbst mit Konzerten in Thessaloniki, Zagreb und Wien, bevor er in Barcelona als Radamès in Verdis „Aida“ auf die Opernbühne zurückkehrt. Im weiteren Saisonverlauf folgen Verdis „Un ballo in maschera“, „Luisa Miller“ und Puccinis „Tosca“.

Von der Redaktion Opernreiseführer

Piotr Beczała
Piotr Beczała | © Johannes Ifkovits

Mainz/Europa - Piotr Beczała steht in den kommenden Wochen an mehreren europäischen Musikzentren auf dem Programm. Am 16. September gastiert der polnische Tenor mit dem Staatlichen Symphonieorchester Thessaloniki im Thessaloniki Concert Hall, am 20. September folgt ein Galakonzert am Kroatischen Nationaltheater in Zagreb. Am 25. September ist Beczała schließlich im Wiener Konzerthaus mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien und Dirigent Marco Boemi zu erleben. Auf dem Programm stehen Werke von Wagner, Puccini, Giordano und Ponchielli.

Der Wiener Konzertabend knüpft an Beczałas Saisonauftakt bei der Wiener Staatsoper an. Beim zweiten „Opern Air“ im Burggarten am 6. September sang er unter anderem die große Arie des Andrea Chénier, die Gralserzählung aus Wagners Lohengrin und „Nessun dorma“ aus Puccinis Turandot. Gemeinsam mit Asmik Grigorian war er zudem in „Vogliatemi bene“ aus Madama Butterfly zu hören. Rund 10.000 Besucherinnen und Besucher verfolgten das Galakonzert vor Ort; die Staatsoper bezeichnete den Abend als Auftakt der Spielzeit 2026/27.

Im Oktober verlagert sich der Schwerpunkt von der Konzert- zurück auf die Opernbühne. Am Gran Teatre del Liceu in Barcelona übernimmt Beczała den Radamès in Giuseppe Verdis Aida. Die Vorstellungen sind für den 2., 6., 9., 13. und 15. Oktober angesetzt. Die Produktion von Shirin Neshat, ursprünglich für die Salzburger Festspiele entstanden, rückt neben dem Liebeskonflikt insbesondere Fragen von Identität, Exil, Unterdrückung und Macht in den Mittelpunkt. Beczała steht dabei unter der musikalischen Leitung von Antonello Manacorda an der Seite von Anna Pirozzi als Aida und Ksenia Dudnikova als Amneris.

Auch im November bleibt Verdi bestimmend: An der Bayerischen Staatsoper singt Beczała ab dem 31. Oktober den Riccardo in Un ballo in maschera. Weitere Vorstellungen folgen am 3., 6., 9. und 12. November. Die Produktion von Johannes Erath steht unter der musikalischen Leitung von Marco Armiliato.

Im Dezember führt ihn sein Verdi-Schwerpunkt nach Neapel. Am Teatro di San Carlo übernimmt Beczała in Luisa Miller die Partie des Rodolfo; vorgesehen sind Vorstellungen am 2., 4., 6. und 10. Dezember.

Damit verbindet Beczałas Spielzeit Konzertrepertoire mit zentralen Partien des italienischen Opernfachs. 2027 erweitert sich das Spektrum um Wagner: An der Wiener Staatsoper ist Beczała Ende März und Anfang April als Parsifal in der Produktion von Kirill Serebrennikov zu erleben, unter der Leitung von Simone Young. Im Mai und Juni folgt die Partie an der Metropolitan Opera in New York, wo Yannick Nézet-Séguin dirigiert und Beczała unter anderem mit Elīna Garanča, Peter Mattei und Ryan Speedo Green auftritt.