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15. Oktober 2026

Piotr Beczała kehrt als Riccardo nach München zurück

Nach seinen Auftritten als Radamès in Verdis Aida am Gran Teatre del Liceu in Barcelona steht Piotr Beczała Ende Oktober wieder auf der Bühne der Bayerischen Staatsoper. In Verdis Un ballo in maschera übernimmt der polnische Tenor die Partie des Riccardo – eines Gouverneurs, dessen politische Stellung und private Leidenschaft in einen tödlichen Konflikt geraten.

Von der Redaktion Opernreiseführer

Piotr Beczała
Piotr Beczała | © Anja Frers

Mainz/München - Piotr Beczała übernimmt Ende Oktober an der Bayerischen Staatsoper die Rolle des Riccardo in Giuseppe Verdis Un ballo in maschera. Die Aufführungen sind für den 31. Oktober sowie den 3., 6., 9. und 12. November 2026 angesetzt. Für den polnischen Tenor folgt damit auf seine Auftritte als Radamès in Verdis Aida am Gran Teatre del Liceu in Barcelona eine weitere zentrale Partie seines italienischen Repertoires.

Verdis Oper erzählt von einem Gouverneur, dessen politische Verantwortung und private Wünsche in Konflikt geraten. Riccardo liebt Amelia, die Frau seines engen Vertrauten Renato. Als dieser von der Beziehung erfährt, schlägt Loyalität in Eifersucht und schließlich in Mordabsicht um. Der Maskenball wird zum Schauplatz der Katastrophe, bei der persönliche Leidenschaft und politische Ordnung unauflöslich ineinandergreifen.

Die Partie des Riccardo verlangt eine bewegliche, elegant geführte Tenorstimme ebenso wie ausgeprägte dramatische Gestaltung. Zwischen der unbekümmerten Leichtigkeit des Herrschers und der Verletzlichkeit des Liebenden muss Beczała unterschiedliche Facetten einer Figur sichtbar machen, die ihre öffentliche Rolle nicht von ihren privaten Entscheidungen trennen kann. Besonders in den Begegnungen mit Amelia verbindet Verdi lyrischen Ausdruck mit wachsender dramatischer Spannung.

In Barcelona war Beczała im Oktober als Radamès in Aida zu erleben. Mit Riccardo wechselt er nun vom militärischen Helden zu einem politisch exponierten Mann, dessen persönliche Entscheidungen das Leben seiner Umgebung zerstören. Beide Rollen zeigen unterschiedliche Seiten von Verdis Musikdramatik: hier den Konflikt zwischen Pflicht und Liebe, dort die verhängnisvolle Verbindung von Begehren, Eifersucht und Macht.