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20. September 2026

Francesco Lanzillotta führt in Triest in die neue symphonische Saison

Francesco Lanzillotta steht am 20. September beim ersten Konzert der neuen symphonischen Saison des Teatro Verdi in Triest am Pult. Nach der strukturellen Restaurierung des Hauses beginnt dort eine Spielzeit, die erstmals seit Jahren von September bis Mai reicht. Auf dem Programm stehen Ezio Bosso, Maurice Ravel und Dmitri Schostakowitsch.

Von der Redaktion Opernreiseführer

Das Teatro Verdi Trieste
Das Teatro Verdi Trieste | © mit freundlicher Genehmigung des Teatro Verdi Trieste, Foto: Fabio Parenzan

Mainz/Triest - Francesco Lanzillotta eröffnet am 20. September die neue symphonische Saison des Teatro Lirico Giuseppe Verdi in Triest. Das Konzert markiert zugleich die Rückkehr des Hauses nach einer strukturellen Restaurierung. Die Saison 2026/27 läuft bis zum 19. Mai und umfasst elf Konzerte, die bis auf wenige Ausnahmen in einem nahezu monatlichen Rhythmus stattfinden.

Lanzillotta dirigiert das Orchester der Fondazione Teatro Lirico Giuseppe Verdi zunächst in Ezio Bossos „White Ocean“ (Antarctic) aus der Sinfonie Oceans. Mit dem kurzen Werk setzt die Saison gleich zu Beginn einen Akzent auf die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts – eine Linie, die sich durch nahezu das gesamte neue Konzertprogramm zieht. Bosso, der 2020 starb, war in Triest mehrfach präsent.

Es folgt Maurice Ravels Klavierkonzert G-Dur mit Benedetto Lupo. Ravel verbindet darin raffinierte Orchesterfarben mit jazznahen Rhythmen und einer virtuosen Klavierpartie. Dem rhythmisch bewegten ersten und dritten Satz steht das weit ausgesponnene Adagio assai gegenüber. Das 1931 vollendete Konzert wurde 1932 in Paris uraufgeführt.

Den Abschluss bildet Schostakowitschs Fünfte Sinfonie. Das 1937 uraufgeführte Werk entstand unter dem politischen Druck des Stalinismus und wurde von Schostakowitsch nach der öffentlichen Kritik an seiner Oper Lady Macbeth von Mzensk als Reaktion auf die Situation präsentiert. Zwischen marschartiger Zuspitzung, dem bedrängten Largo und dem umstrittenen Finale verbindet die Sinfonie persönliche und politische Spannung mit einer hoch konzentrierten symphonischen Architektur.

Der Auftakt gehört zugleich zum Festival „Il Faro della Musica“ und entsteht in Zusammenarbeit mit der Società dei Concerti di Trieste. Bereits am 24. September folgt das zweite Konzert der Saison: Ton Koopman dirigiert ein reines Mozart-Programm mit Francesco Piemontesi am Klavier. Auf die Ouvertüre zu Die Zauberflöte folgen Mozarts Klavierkonzert Nr. 25 C-Dur und die „Jupiter“-Sinfonie.

Mit Lanzillotta beginnt damit eine deutlich verlängerte symphonische Saison des Teatro Verdi. Nach Jahren kehrt das Orchesterrepertoire wieder über nahezu das gesamte Spieljahr von September bis Mai zurück. Zugleich setzt das Haus mit kurzen Werken von Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts einen wiederkehrenden Schwerpunkt auf zeitgenössische und jüngere Musik.