13. September 2026
Anne-Sophie Mutter spielt Beethoven in Zürich
Anne-Sophie Mutter eröffnet am 3. Oktober in Zürich die Konzertsaison des Opernhauses mit Beethovens Violinkonzert. Am Pult des Orchesters des Opernhauses Zürich steht die kolumbianische Dirigentin Lina González-Granados, die ihren Einstand bei diesem Klangkörper gibt.

Mainz/Zürich - Anne-Sophie Mutter steht am 3. Oktober 2026 in Zürich mit einem Schlüsselwerk ihres Repertoires auf dem Programm. In der Grossen Tonhalle spielt die Geigerin Ludwig van Beethovens Violinkonzert D-Dur op. 61 im ersten Philharmonischen Konzert der Saison. Beginn ist um 19.30 Uhr. Am Pult des Orchesters der Oper Zürich steht die kolumbianische Dirigentin Lina González-Granados.
Beethovens Violinkonzert begleitet Mutter seit Jahrzehnten. Die Partitur verbindet kantable Linien und hohe technische Anforderungen mit einem ungewöhnlich weit gespannten musikalischen Verlauf. Besonders im ausgedehnten Kopfsatz und im konzentrierten Larghetto tritt die Violine dabei immer wieder in einen kammermusikalisch geprägten Dialog mit dem Orchester.
Den Auftakt des Abends bildet Astor Piazzollas Tangazo, eine von der Klangwelt des Tango geprägte Konzertkomposition. Nach Beethoven folgt Carl Nielsens Zweite Symphonie h-Moll op. 16 mit dem Beinamen Die vier Temperamente. Das 1902 uraufgeführte Werk greift die traditionellen Charaktertypen des Sanguinikers, Phlegmatikers, Melancholikers und Cholerikers auf und übersetzt sie in vier unterschiedlich geprägte symphonische Sätze.
Für Lina González-Granados ist das Konzert zugleich ihr erstes Auftreten am Pult des Orchesters der Oper Zürich. Die aus Kolumbien stammende Dirigentin verbindet damit drei Werke, die sehr unterschiedliche musikalische Sprachen und Anforderungen an den Orchesterklang stellen: Piazzollas rhythmisch prägnante Tonsprache, Beethovens klassische Formgestaltung und Nielsens farbiges, von Charakterkontrasten bestimmtes symphonisches Denken.
Für Mutter fügt sich der Abend in eine künstlerische Arbeit ein, die neben dem klassischen Kernrepertoire immer wieder auch der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts Raum gibt. In Zürich steht nun Beethoven im Zentrum – eingerahmt von Piazzolla und Nielsen und damit von zwei Werken, die den Konzertabend über die Grenzen des traditionellen Violinkonzert-Repertoires hinaus öffnen.

